Neben den Seminaren an der MAP München (s. PDF) bitte beachten:
Sa., 21. Feb. 15.00 – 18.30 DKThR online: Zur symbolischen Bedeutung des Pferdes in (Kinder-) Psychotherapie und Pädagogik
Ein Symbol ist ein lebendiges Bild, das Menschen über Zeiten und Kulturen hinweg bewegt. Die vielschichtige Symbolik des Pferdes in alten Mythen und Märchen erscheint auch in Träumen, sie spiegelt sich in spieltherapeutischen Prozessen, in der Kunst und in den „modernen Märchen“ des Films. Fast immer trägt und führt das Pferd in diesen kollektiven Vorstellungen den Menschen nicht nur physisch durch existenzielle Konflikte und Entwicklungsprozesse an neue innere und äußere Orte. In der pferdgestützten Psychotherapie und Pädagogik eröffnet das Einbeziehen realer Pferde einen erweiterten Erfahrungsraum, in dem verkörperte Resonanz, emotionale Berührbarkeit und auch der symbolische Hintergrund zusammenwirken.
Das Seminar richtet sich an Interessierte aus allen Fachbereichen der pferdgestützten Therapie, Förderung und des Pferdesports für Menschen mit Behinderung.
Do., 07. Mai 11.00 – 18.00 C.G. Jung Institut Küsnacht: Komplex, Trauma und Embodiment in der AP
Vorlesung: Komplex, Trauma und Embodiment – Arbeit mit Träumen, imaginativen Techniken und Embodiment-Ansätzen in der Psychotherapie traumatisierter Patient*innen.
Vor dem Hintergrund der Annahme eines phänomenologischen Kontinuums zwischen Komplexepisoden und traumatischen Beziehungserfahrungen gilt es, die „neurobiologische Hinterlassenschaft“ (J.Fisher) von Traumatisierungen zu bearbeiten. Dies bedeutet, spontane Aktivierungen impliziter Erinnerungen in Form emotionaler und körperlicher Reaktionen als solche zu erkennen und von vermeintlich aktueller Bedrohung zu unterscheiden. Neben entsprechenden, integrativen Konzepten werden imaginative traumatherapeutische Methoden vorgestellt.
Seminar 171
Träume von Menschen mit Traumatisierungen erscheinen oft emotional stark aufgeladen. Szenen des Ausgeliefertseins und des Kontrollverlusts oder flashbackähnliche Erinnerungsfragmente werden zu Alpträumen, die erneut erschreckend und verstörend wirken. Neben der Vertiefung der in der Vorlesung vorgestellten imaginativen Methoden auch als Bearbeitungsmöglichkeit traumaassoziierter Trauminhalte wird die Bedeutsamkeit der differenzierten Wahrnehmung und Integration leiblicher Phänomene fokussiert. Das Seminar enthält Selbsterfahrungsanteile; eigenes Fallmaterial kann gerne eingebracht werden. Zielgruppe/Target audience: Weiterbildungs- und Diplomkandidat*innen
Ort/Location: Sala Terrena; Teilnehmer/Participants max: 20
15./16. Mai 10.00 – 18.00 Studientage Kloster Seeon – Zur Symbolik des Schiffs B. Heintz, Dr. J. Kärcher
Ein Symbol ist nach C.G.Jung ein lebendiges Bild, das über sich hinausweist und einen Zugang zu tieferen Schichten der Psyche eröffnet. Symbole verbinden Bewusstes und Unbewusstes, tragen Wandlungspotenzial in sich und verdichten existentielle Themen, die Menschen über Zeiten und Kulturen hinweg bewegen. Im therapeutischen Prozess werden sie zu Brennpunkten seelischer Entwicklung. Die Studientage im Kloster Seeon knüpfen an die Tradition der „Studientage im Fernblick“ (Verena Kast und Ingrid Riedel am C. G. Jung-Institut Küsnacht, Schweiz) an. Die psychologische Deutung eines Märchens sowie die reflektierende Arbeit mit Träumen, lyrischen Texten und künstlerischen Werken bieten einen Raum, das Symbolverständnis in der Analytischen Psychologie C. G. Jungs erfahrungsorientiert zu vertiefen. Über Selbsterfahrungselemente wie Malen und Imaginieren können wir der Resonanz eines Symbols in der eigenen Innenwelt nachspüren und erweitern die Fähigkeit, die Symbolarbeit für Patient*innen in der psychotherapeutischen Praxis nutzbar zu machen.
27.-30. August Drei-Länder-Tagung Wien (s. eigener Eintrag und Pdf.)
Vortrag: Trauma, Intersubjektivität und Embodiment in der pferdegestützten analytischen Psychotherapie
Im Rahmen eines vierjährigen Forschungsprojekts zur pferdegestützten Psychotherapie in Kooperation mit der SFU Linz, Studiengang Psychotherapiewissenschaft, sahen wir, dass mehr als die Hälfte der Studienteilnehmerinnen unter Traumafolgestörungen litt und zuvor bereits rein sprachbasierte Therapien mehrfach abgebrochen hatte. Der Vortrag widmet sich der Bedeutung der Pferde und der Konzepte von Embodiment (Th. Fuchs) und Intersubjektivität (D. Stern) für diese Patient*innengruppe.